Kindheit hat sich verändert. Immer mehr wird die körperliche Bewegung zugunsten sitzender Tätigkeiten aus dem Alltag herausgedrängt. Zudem wird spontanes kindliches Spiel- und Explorationsverhalten häufig durch übersichernde Angebote eingeschränkt.
Die Bedeutung von Bewegung hinsichtlich der komplexen und wechselseitigen körperlichen und geistig-psychischen Reifungsprozesse ist heute aber unumstritten. Eine bewegungsauffordernde, herausforderungs-reiche und nach den Bedürfnissen der Kinder veränderbare Lebenswelt motiviert sie zu spontanen und für ihre ganzheitliche Entwicklung bedeutende Bewegungshandlungen, ohne dass sie von Erwachsenen dazu besonders motiviert werden müssen. Die natürliche Anlage zum „neugier-gesteuerten“ Lernen sorgt bei Kindern dafür, dass sie immer in Bewegung bleiben und zur spielerischen, körperlichen Auseinandersetzung mit ihrer dinglichen und sozialen Umwelt angeregt werden. Sie setzen damit die Grundlage für eine gesunde körperliche, geistige, seelische und soziale Entwicklung.
Vor diesem Hintergrund ist es umso bedeutender, dass
- der Alltag der Kinder in Kindertagesstätte, Schule, Freizeit oder Verein mit qualitativen Spiel und Bewegungsangeboten bereichert wird und
- die damit in Zusammenhang stehenden Produkte, Projekte/Initiativen und Konzepte den natürlichen und entwicklungsgemäßen Bewegungsbedürfnissen der Kinder optimal entsprechen.
Die Marktsituation aber wird bestimmt durch ein teilweise unüberschaubares Angebot. Ein Großteil der Angebote suggeriert dem Verbraucher ein höchstes Maß an Wirksamkeit, ohne diesen Anspruch auch immer verlässlich einzuhalten. Kindergärten, Schulen, Elternhaus und Kommunen sind angesichts dieser unübersichtlichen Angebotspalette partiell überfordert, die aus ihrer pädagogischen Verantwortung gebotene Entscheidung zu treffen. Darüber hinaus sind für den Beschaffer häufig keine objektiv nachvollziehbaren Qualitätskriterien in Bezug auf die Wertigkeit der angebotenen Produkte, Projekte/Initiativen und Konzepte erkennbar.