Kinder sind „Heran-Wachsende“. Speziell in den ersten 11 Lebensjahren finden hochsensible Reifungs- und Entwicklungsprozesse statt. Diese stellen eine grundlegende Basiskomponente für die körperliche, geistig-seelische und soziale Lebenskompetenz dar. Zu ihrer Entfaltung brauchen Kinder eine anregende Umwelt, die insbesondere ihre sensomotorischen Fähigkeiten vielfältig und anspruchsvoll herausfordert.
Eine bewegungsfördernde, herausforderungsreiche und nach den Bedürfnissen der Kinder veränderbare Lebenswelt motiviert sie zu spontanen und für ihre ganzheitliche Entwicklung grundlegenden Spiel- und Bewegungshandlungen wie u. a. Balancieren, Springen, Werfen, Schwingen, Laufen, Hüpfen, Hängen und Hangeln, ohne dass sie von Erwachsenen dazu besonders motiviert werden müssen. Die natürliche Anlage zum „neugier-gesteuerten“ Lernen sorgt bei Kindern dafür, dass sie bei motivierenden Rahmenbedingungen immer in Bewegung bleiben und zur spielerischen, körperlichen Auseinandersetzung mit ihrer dinglichen und sozialen Umwelt angeregt werden. Sie setzen damit die Grundlage für ihre körperliche, geistige, seelische und soziale Entwicklung.
Vor diesem Hintergrund ist es umso bedeutender, dass die Bewegungsumwelt in Kindergarten, Schule, Freizeit oder Verein den besonderen Entwicklungsbedingungen der Kinder optimal entspricht. Diese Bewegungsumwelt muss Kinder immer wieder in ihren natürlichen Bewegungs- und Spielbedürfnissen effizient ansprechen und das Prinzip Fördern durch Fordern gewährleisten. Hierzu bedarf es sowohl ausgewählter Spiel- Bewegungsangebote als auch Raumkonzepte.
Die Marktsituation aber wird bestimmt durch ein teilweise unüberschaubares Angebot an Spiel- und Bewegungsprodukten. Ein Großteil der Angebote suggeriert dem Verbraucher ein höchstes Maß an Wirksamkeit, ohne diesen Anspruch auch immer verlässlich einzuhalten. Kindergärten, Schulen, Elternhaus und Kommunen sind angesichts dieser unübersichtlichen Angebotspalette partiell überfordert, die aus ihrer pädagogischen Verantwortung gebotene Entscheidung zu treffen. Darüber hinaus sind für den Beschaffer häufig keine objektiv nachvollziehbaren Qualitätskriterien sowie deren pädagogische Wertigkeit erkennbar.
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