Mit dem Gütesiegel „Besonders entwicklungsfördernd“ werden Spiel- und Bewegungsgeräte sowie Bewegungskonzepte (Innenraum- und Freiraumkonzepte) ausgezeichnet, die im besonderen Maß Kinder und Jugendliche in ihrer ganzheitlichen Entwicklung fördern.
Die dieser Maßnahme zugrunde liegende Idee fokussiert sich nicht auf sportartenspezifisch ausgerichtete Produkte bzw. Konzepte. Vielmehr geht es darum, so genannte nicht normierte Spiel- und Bewegungsgeräte sowie Bewegungsraumkonzepte auszuzeichnen, welche Kinder in ihrem natürlichem Bedürfnis nach vielfältigen Körper-, Sinnes- und Bewegungserfahrungen im Besonderen ansprechen. Die Qualität der Raum- als auch Spiel- und Bewegungskonzepte sollte dabei so etwas wie einen Apell-Charakter aufweisen, die Kinder auffordern, ihr natürliches und intrinsisches gesteuertes Bewegungsverhalten aus eigenem Antrieb zu entfalten. Das „Sich-Bewegen“ wird somit als ein unaustauschbares Grundphänomen menschlichen Lebens gewertet – Bewegung ist eine anthropologische Grundtatsache – und das heranwachsende Kind nutzt die Bewegung als Zugang zur Welt. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass die motorische Entwicklung im Kindesalter in einem Wechselverhältnis mit der psychischen, geistigen und sozialen Entwicklung steht. Das Kind ist ein spielendes und sich bewegendes Wesen. Alles, was es lernt, tut und begreift, steht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit seiner Fähigkeit, bewegungsmäßig und spielerisch an die Dinge heranzugehen und sich durch Spiel- und Bewegungserlebnisse weiterzuentwickeln (Hildebrandt 1995).
Bei „Besonders entwicklungsfördernd“ steht nicht der Gedanke von Sport und Fitness im Vordergrund sondern sinnvolle, die ganzheitliche Entwicklung unterstützende Bewegungsanlässe.
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